Es gibt Jahre, die fühlen sich an wie ein Aufbruch. Und es gibt Jahre, die fühlen sich an wie ein leises Zurücktreten. 2025 war für mich kein Jahr der großen Entscheidungen nach außen. Es war ein Jahr der inneren Veränderung. Ein Jahr, in dem sich vieles verabschiedet hat – nicht abrupt, sondern Schicht für Schicht.
Transformation zeigt sich nicht immer als Neubeginn. Oft zeigt sie sich zuerst als Ende.
Wenn etwas geht, ohne dass es laut wird

2025 war für mich ein Jahr, in dem vieles zu Ende gegangen ist. Nicht auf die laute Art. Nicht mit klaren Schnitten oder dramatischen Abschieden.
Eher still.
Und manchmal habe ich erst im Nachhinein gemerkt, dass etwas nicht mehr da war.
Gedanken, die mich lange begleitet hatten. Verbindungen, die einst nährend waren. Innere Bilder davon, wie Dinge sein sollten, wie ich sein sollte, wie mein Weg auszusehen hatte.
Ich habe vieles länger gehalten, als es mir gutgetan hat. Nicht aus Schwäche – sondern aus Loyalität.
Aus Gewohnheit. Aus dem Wunsch heraus, dass sich etwas doch noch so entwickeln möge, wie ich es mir irgendwann vorgestellt hatte.
Dieses Jahr hat mich immer wieder in Situationen gebracht, die sich zunächst unruhig angefühlt haben.
Nicht bedrohlich. Aber unbequem. Momente, in denen nichts „falsch“ war – und sich trotzdem nichts mehr stimmig angefühlt hat.
Und irgendwann wurde klar: Diese Unruhe ist kein Zeichen dafür, dass ich mich verliere. Sie ist ein Zeichen dafür, dass ich beginne, ehrlich hinzuschauen.
Veränderung kündigt sich selten mit Antworten an. Meist kommt sie mit Fragen.
Und genau dafür wirke ich. Manche Menschen möchten erst spüren und in Stille kennenlernen – ohne Worte. Dafür gibt es einen hangeschriebenen Begleitbrief, Zeilen mit Energie und nicht Pixel. Kein Workbook, keine Übungen, kein Erklären – sondern ein Gegenüber in Worten. Er erklärt nichts und fordert nichts, sondern ist einfach da. In jenen Zeiten der Veränderung, Fragen oder Stille, wo es sich stimmig für dich anfühlt.
Loslassen als Akt von Vertrauen
Loslassen wird oft romantisiert. Als bewusste Entscheidung. Als klarer Schritt. Für mich war es eher ein langsames Aufweichen. Ein inneres Ermüden an dem Versuch, etwas festzuhalten, das sich längst nicht mehr lebendig angefühlt hat.
Loslassen hieß in diesem Jahr nicht: „Ich weiß jetzt, was richtig ist.“ Sondern: „Ich spüre, dass das Alte nicht mehr trägt.“
Ein zentrales Thema war dabei Raum. Ganz konkret am Kraftplatz – durch das Durchforsten, das Wegnehmen von Altem, durch das bewusste Entscheiden, was bleiben darf und was gehen muss.
Und gleichzeitig in mir. Innere Räume, die lange vollgestellt waren mit Erwartungen, Konzepten, inneren Verpflichtungen. Als ich begann, diese Räume freizulegen, fühlte sich das zuerst leer an. Fast beunruhigend. Als würde etwas fehlen. Als hätte ich zu viel losgelassen.
Doch mit der Zeit wurde spürbar: Diese Leere war kein Verlust. Sie war Weite. Loslassen ist also kein Versagen. Es ist ein Akt von Vertrauen. Ein Vertrauen darauf, dass das Leben nicht leer bleibt, wenn wir Platz schaffen.
Kein Plan aber eine tiefe Ausrichtung
Ich gehe aus 2025 nicht mit einem großen Plan. Nicht mit einer klaren Strategie für das kommende Jahr.
Nicht mit fixen Zielen, die abhaken lassen. Und das fühlt sich – überraschenderweise – richtig an.
Was ich stattdessen mitnehme, ist Vertrauen. Ein tieferes Vertrauen in Zyklen. In Prozesse. In das Timing des Lebens.
Transformation bedeutet nicht immer, zu wissen, wohin man geht. Manchmal bedeutet sie, aufzuhören, sich selbst ständig zu steuern.
Ich habe gelernt, dass Veränderung nicht aus Druck entsteht, sondern aus innerer Wahrheit. Dass Vertrauen nicht laut ist. Sondern leise. Und tragfähig.

Vielleicht stehst du gerade an einem ähnlichen Punkt. Zwischen dem, was war, und dem, was noch keine Form hat. Zwischen Abschied und Noch-nicht-Neu. Dann möchte ich dir sagen: Du bist nicht falsch. Du bist im Übergang. Und Übergänge brauchen Zeit.
Inner Trails Collective – Transformation im Rhythmus der Natur
Aus dieser Haltung heraus ist Inner Trails Collective entstanden. Nicht als Content-Projekt. Sondern als lebendiger Jahresraum für innere Veränderung. Ein Raum für Menschen, die Transformation nicht beschleunigen wollen, sondern verkörpern.
Inner Trails Collective folgt keinem linearen Programm. Es folgt dem Zyklus der Natur – und damit auch dem Rhythmus deines Lebens.

Winter – Innenschau & Wahrnehmung
Bevor sich etwas verändert, darf sichtbar werden, was da ist. Stille. Journaling. Rituale. Ehrliche Selbstbegegnung.
Frühling – Aufbruch & Veränderung
Erste Schritte aus innerer Klarheit. Nicht aus Druck, sondern aus Bereitschaft.
Sommer – Verbindung & Lebendigkeit
Gemeinschaft. Ausdruck. Freude. Getragen sein – von Menschen und Natur.
Herbst – Ernten & Loslassen
Integration. Übergänge. Raum schaffen für das Wesentliche.
Inner Trails Collective begleitet dich von Inspiration in Transformation, von Transformation in Integration,
von Integration in Verkörperung. Es ist kein Programm und keine Methode. Es ist ein Raum, den wir gemeinsam halten. Hier verbinden wir Natur, Reflexion und gelebte Erfahrung – ohne Druck, ohne Rollen, ohne etwas erreichen zu müssen. Der Austausch miteinander macht diesen Raum lebendig. Online und offline. Im eigenen Tempo. Im eigenen Rhythmus.
*Unser gemeinsamer Ort dafür ist die Community auf Skool – als ruhiger digitaler Treffpunkt für Impulse, Fragen, Erfahrungen und Verbindung.

Januar.
Der Januar ist kein Monat des Neuanfangs. Er ist ein Monat des Ankommens. Die Natur ruht. Unter der Erde sammeln sich Kräfte. Knospen wissen noch nicht, was aus ihnen wird –
und müssen es auch nicht.
Dieser Monat lädt dich ein, langsamer zu werden. Hinzuspüren. Dich ehrlich zu fragen: Wo stehe ich gerade? Wie geht es mir wirklich – jenseits von Zielen und Erwartungen?
Im Januar geht es nicht um Leistung. Sondern um Wahrnehmung. Stell dir vor, du stehst auf Waldboden. Moos unter deinen Füßen. Tiefe Wurzeln unter dir. Auch Ruhe ist Wachstum. Auch Nicht-Wissen ist Teil von Veränderung.
Danke, dass du hier bist.
In deiner Wahrheit.
In deinem Mut.
In deinem Werden.
Mit Liebe,
Shanima
