Über Inner Trails Collective, Schubladen und das Mutigwerden, ganz zu sein.
Es gibt Phasen im Leben, in denen man merkt, dass etwas im eigenen Wirken nicht mehr ganz stimmt. Nicht falsch – aber unvollständig. Wie ein Bild, das lange gut funktioniert hat, dem man aber irgendwann ansieht, dass ein Teil fehlt.
Etwas war schon lange präsent – ich habe es nur nicht ganz zugelassen
In den letzten Jahren habe ich viel in klaren Strukturen gearbeitet. Sauber getrennt. Gut erklärbar. Anschlussfähig. Ich habe mein Wirken gut sortiert. In Rollen, Formate, klare Linien. Coach. Beraterin. Räume. Angebote. – Alles hatte seinen Platz.
Und gleichzeitig war da immer etwas, das sich nicht so leicht einordnen ließ.
Die Arbeit in der Natur. Das Begleiten von Übergängen. Das tiefe Spüren, das dem Denken oft vorausgeht.
Und in letzter Zeit auch immer stärker: die Arbeit mit jungen Menschen.
Für mich fühlte sich das nie neu an. Eher wie etwas, das schon lange da war – aber noch keinen eigenen Raum bekommen hatte.

Kennst du das Gefühl?
*gerne kannst du auch so mit mir in Kontakt treten.
Wenn etwas da ist, bevor man bereit ist, es zu be-nennen
Ich habe lange versucht, diese Facetten „richtig“ einzuordnen. Sie erklärbar zu machen. Oder sie leise am Rand mitzunehmen, ohne sie wirklich ins Zentrum zu stellen. Nicht aus Ablehnung. Sondern aus Vorsicht.

Denn was nicht klar benannt ist, ist schwer zu vermitteln. Und was nicht in bekannte Kategorien passt, verunsichert – andere, aber auch einen selbst. Also habe ich getrennt. Strukturiert. Sortiert.
Und mich dabei, rückblickend, auch selbst begrenzt.
Die Natur war nie Kulisse für mich. Sie war immer Raum. Spiegel. Mitspielerin.
Ich war und bin immer lieber draußen als drinnen. Je ursprünglicher, desto stimmiger. Ich lebe viel off-grid, bewege mich zwischen Wien, den spanischen Bergen, unterwegs mit meinem Hund und meinem Trailer. Und trotzdem habe ich diesen Teil lange nicht wirklich ins Zentrum meines Wirkens geholt.
Auch die Arbeit mit Übergängen – mit Menschen in Phasen, in denen nichts mehr greift – war immer da. Und in letzter Zeit kam etwas dazu, das mich selbst überrascht hat: die Arbeit mit jungen Menschen. Nicht geplant. Nicht strategisch. Eher wie ein leiser Ruf, dem ich erst zögerlich gefolgt bin.
Neu fühlt sich das an. Und gleichzeitig seltsam vertraut.
Ich habe lange in Schubladen gedacht – auch über mich selbst
Wenn ich ehrlich bin, habe ich mich selbst lange klein gehalten, indem ich mein Wirken übersichtlich machen wollte. Erklärbar. Einordenbar. Anschlussfähig.
Ich dachte, das sei professionell. Vielleicht war es das auch. Aber es war nicht ganz wahr. Denn das, was wirklich wirkt, lässt sich selten sauber trennen. Natur, Körper, innere Arbeit, Führung, Transformation – sie passieren nicht nacheinander. Sie passieren gleichzeitig.
Und je länger ich versucht habe, sie auseinanderzuhalten, desto enger wurde es in mir.
Inner Trails Collective ist kein neues Projekt

Das Inner Trails Collective ist kein Launch, kein neues Angebot, kein cleverer nächster Schritt. Es ist eher ein Eingeständnis.
Dass ich mein Wirken nicht länger aufteilen will.
Dass ich aufhöre, Teile von mir zu erklären oder zu rechtfertigen.
Dass ich mir erlaube, Räume zu öffnen, die nicht fertig sind – aber ehrlich.
Inner Trails ist für mich ein Raum, in dem Tiefe, Natur, Erfahrung und innere Entwicklung neben-einander existieren dürfen. Nicht als Methode. Nicht als Konzept. Sondern als gelebte Haltung.
Ich bin damit ganz am Anfang. Es wächst. Es tastet sich vor. Und genau das fühlt sich gerade richtig an.
Ich weiß noch nicht, wohin das führt – aber ich weiß, dass ich nicht zurück kann
Es gibt keinen Masterplan. Keine klare, fixe Timeline. Keine saubere Antwort auf die Frage: „Was genau ist das?“ Aber es gibt etwas anderes: eine innere Ruhe, die kommt, wenn ich nicht mehr gegen mich arbeite.
Ich merke, dass ich aufhöre, mich selbst zu sortieren, und anfange, mich ganz zu zeigen – mit all den Facetten, die schon lange da sind.
Vielleicht ist das Wachstum. Vielleicht ist es einfach Ehrlichkeit.

Dieser Text ist kein Fazit. Er ist ein Inne-halten.
Wo in deinem Leben oder Wirken weißt du eigentlich schon lange, was wahr ist – traust dich aber erst jetzt, es wirklich zu leben?
Vielleicht beginnt genau dort etwas Neues.
Nicht laut.
Nicht spektakulär.
Aber echt.
Danke, dass du hier bist.
In deiner Wahrheit.
In deinem Mut.
In deinem Werden.
Mit Liebe,
Shanima
