Wir sprechen viel über Wachstum. Aber selten über den Teil dazwischen: den Raum, in dem nicht mehr gilt, was war — und noch nicht sichtbar ist, was kommen will.
Genau darüber geht es in diesem Blogbeitrag: über Schwellen, innere Klarheit, Mut ohne Applaus und das stille Werden einer neuen Version von uns.

Wo Worte nicht hinreichen

Es ist lange her, seit ich hier geschrieben habe. Nicht aus Mangel an Geschichten – sondern weil das Leben mich in eine Tiefe geführt hat, in der Sprache nicht mehr Schritt halten konnte.
Es gibt Phasen, in denen wir innerlich mehr fühlen, als wir jemals formulieren könnten. Phasen, in denen die Wahrheit so dicht an uns heranrückt, dass wir sie zuerst nur schweigend halten können.

Dort war ich.

Zwischen Abschied und Neubeginn. Zwischen „so war es“ und „so wird es nicht mehr“. Zwischen der Nähe, die einmal Halt war, und der Stille, die mich zurück zu mir führen wollte.

Und manchmal ist genau diese Stille der lauteste Ruf unseres Lebens.

Das leise Zerreißen im Inneren

Wenn sich etwas in dir verändert, passiert das nicht spektakulär. Es passiert in Momenten, die niemand sieht:

Die Art, wie du tiefer atmest als sonst.
Wie du plötzlich nicht mehr bleiben kannst.
Wie dir deine eigenen Gedanken fremd vorkommen.
Wie dein Körper dir sagt, was dein Kopf nicht sagen darf.

Es fühlt sich an wie ein unmerkliches Ziehen, wie ein innerer Faden, der sich löst. Nicht rabiat — sondern ehrlich.

Oft ist es nicht das Außen, das endet. Sondern der Teil in dir, der es nicht mehr tragen kann. Und genau das tut weh. Nicht, weil du versagt hast. Sondern weil du endlich wahr bist.

Der Zwischenraum, den niemand sieht

Ich kenne diese Zwischenwelten gut. Sie fühlen sich an wie:
• zu viel Leere
• zu viel Stille
• zu viel Wahrheit
• und gleichzeitig zu wenig Halt

Aber dieser Zwischenraum ist kein Fehler. Er ist ein Übergang. Ein Ort, an dem du nicht zurück kannst — aber noch nicht weißt, wie du vorwärts gehst. Ein Ort, an dem dein altes Selbst aufhört, und dein wahres Selbst vorsichtig zu atmen beginnt.

Hier entsteht deine Klarheit. Nicht sofort. Aber unaufhaltsam. Hier entsteht der Mensch, der du schon so lange wirst.

Der Mut, den nur du fühlst

Manchmal ist Mut nicht der Sprung. Mut ist das Stehenbleiben, wenn ein Teil von dir fliehen will.

Mut ist, eine Entscheidung zu treffen, für die dich niemand applaudiert.

Mut ist, ein Leben zu verlassen, das nicht falsch war — nur nicht mehr wahr.

Mut ist, den eigenen Schmerz zu halten, ohne ihn weg zu erklären.

Und Mut ist, sich selbst nicht länger klein zu machen, nur damit nichts verloren geht.

Denn manchmal muss etwas verloren gehen, damit du dich wiederfinden kannst.

Was ich dir mit-geben möchte.

Wenn du selbst gerade an einer Schwelle stehst — wenn du spürst, dass etwas endet, noch bevor du sagen kannst, was beginnt — dann möchte ich dir eines sagen:

Du brichst nicht zusammen. Du wächst heraus.
Du musst dich nicht erklären. Du musst dich nur hören.
Du darfst gehen, bevor du weißt, wohin.
Du darfst dir treu werden, auch wenn es still wird um dich.

*In meinem Newsletter schreibe ich über diese Prozesse, lange bevor sie im Außen sichtbar werden – über Energien, Körperweisheit und das echte Werden. Wenn dich das anspricht, bist du hier richtig!

Danke, dass du hier bist.
In deiner Wahrheit.
In deinem Mut.
In deinem Werden.

Mit Liebe,
Shanima

p.s.: mir helfen Rituale in solchen Zeiten immer. Denn unser Leben ist geprägt von Veränderungen. Transformation ist kein Ereignis, sondern ein immer wiederkehrender Prozess. Hier ein kostenfreier Guide von mir, der dich im Alltag etwas unterstützt. Praktische Impulse, die dir helfen, dich wieder mehr mit dir selbst zu spüren und im Alltag zu erden. FÜR DEINE RÜCKVERBINDUNG.

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